Cinema Italiano

Come un gatto in tangenziale

IT 2018, 98 min, DCP, I/d
Regie: Riccardo Milani
Darst.: Paola Cortellesi, Antonio Albanese, Sonia Bergamasco, Luca Angeletti, Antonio D’Ausilio, Alice Maselli, Simone De Bianchi, Claudio Amendola u.a.

In der sehr amüsanten, preisgekrönten Komödie von Riccardo Milani prallen zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite steht der eifrige Wissenschaftler Giovanni, der die EU bei der multiethnischen Integration berät und mit seiner 14-jährigen Tochter Agnese in einer schönen Römer Altstadtwohnung lebt. Die andere Seite verkörpert Monica, die wegen der Automatisierung ihre Arbeit als Kassiererin in einem Supermarkt verloren hat. Sie lebt mit ihrem ebenfalls 14-jährigen Sohn Alessio und ihren kleptomanischen Halbschwestern in einem heruntergekommenen Wohnblock am Stadtrand, wo täglich multikulturelle Konflikte ausgefochten werden. Die Wege von Giovanni und Monica kreuzen sich, weil sich ihre Kinder Agnese und Alessio ineinander verliebt haben. Den Akademiker und die Arbeiterin verbindet in der Folge nur eines: die Beziehung zwischen Agnese und Alessio so schnell wie möglich zu beenden – so schnell, wie das Leben einer Katze auf einer viel befahrenen Stadtumfahrung endet, worauf der Filmtitel anspielt. In Italien war «Come un gatto in tangenziale» ein grosser Publikumserfolg und die Hauptdarsteller Antonio Albanese und Paola Cortellesi, zwischen denen die Funken nur so sprühen, erhielten 2018 den Golden Ciak Award. «Für mich entsteht jeder Film aus dem Wunsch, mit anderen eine Geschichte zu teilen», sagt der Römer Regisseur Riccardo Milani, «und als Vater von drei Töchtern kenne ich die menschlichen Abenteuer nur allzu gut, die Giovanni und Monica erleben. Dank unserer Kinder sind wir gefordert, uns mit dem Anderen auseinanderzusetzen. Der Film erzählt von dieser Chance, sich mit jenen zu befassen, die uns aufgrund der sozialen Schicht, der Kultur oder der Staatszugehörigkeit fern sind. Das stellt unser Wertesystem in Frage, schenkt uns aber einen Luxus, der uns ängstigt: uns zu verändern, oder besser, uns zu verstehen. Oder vielleicht noch besser, uns erst kennenzulernen, bevor wir uns äussern und bevor wir urteilen.»

 

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Di 06.11.18h30
Sa 24.11.17h00
Trailer