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Philosophie im Kino: It’s a Free World
Regie: Ken Loach, GB/I/D/E/POL 2007, 96 min, O/d-f.
Darst.: Kierston Wareing, Juliet Ellis, Leslaw Zurek, Joe Siffleet u.a.
Angie ist eine attraktive Mittdreissigerin im London des englischen Wirtschaftswunders. Sie wirkt tough und lässt sich von niemandem in die Suppe spucken. Den Job bei einer undurchsichtigen Firma, die Billigarbeiter aus Osteuropa ausbeutet, hat sie geschmissen – sie will selber mitmischen bei der Vermittlung prekarisierter Arbeitskräfte. «Angie & Rose Recruitement» heisst ihr lusches Temporärbüro; ein Regenbogen und ein schweres Motorrad, mit dem sie von Einsatzort zu Einsatzort braust, zieren ihre Visitenkarte. Aber Angie ist nicht die harte Geschäftsfrau, die sie zu sein vorgibt. Sie hat ein grosses Herz, und ein Stück weit nimmt man ihr sogar ab, wenn sie sagt: «Ich will diesen Leuten doch nur eine Chance geben.» Angies Vater, ein ehemaliger Gewerkschafter muss fassungslos feststellen, dass seine Tochter eine Ausbeuterin geworden ist. Bemerkenswert unsentimental und präzise zeichnet der englische Regisseur Ken Loach ein zwingendes Porträt der alltäglichen Arbeitswelt an den Rändern unserer Gesellschaft.
Der Bonner Philosoph Martin Booms führt in den Film ein und diskutiert nach der Vorstellung mit dem Publikum über moderne Arbeit zwischen Würde, Wert und Wettbewerb.
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