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Terence Davies: Distant Voices, Still Lives

Regie: Terence Davies, GB 1988, 85 min, E/d-f.
Darst.: Freda Dowie, Pete Postlethwaite, Angela Walsh, Dean Williams u.a.

Liverpool in den 1950er Jahren: Eine vielköpfige Arbeiterfamilie verliert ihren Vater. Dieser war ein gewalttätiger Alkoholiker; die Erinnerungen an seine Attacken haben sich auch zehn Jahre nach seinem Tod für immer ins Gedächtnis der Mutter, des Sohnes und der Töchter eingebrannt. Terence Davies erkundet in seinem ersten langen Spielfilm, 1988 in Locarno mit dem Goldenen Leoparden ausgezeichnet, wie Erinnerung funktioniert. Er rekonstruiert dazu in meisterlichen Tableaus, die bisweilen wie Gemälde wirken, Situationen von damals, lässt Töne, Bilder, verblichene Farben und vor allem Lieder aus jener Zeit auferstehen. Die stupende Ästhetik, die auch Davies neuesten Film «The Deep Blue Sea» charakterisiert, ist hier, fast ein Vierteljahrhundert früher, bereits voll ausgebildet. «Ich habe Filme gedreht, um mit meiner Familie abzurechnen. ‹Distant Voices, Still Lives› beschreibt die unsichtbaren Bande, die die Mitglieder einer Familie zusammenhalten. Diese Familie ist die meinige. Die beschriebenen Ereignisse sind authentisch.» Terence Davies


 
Programmübersicht April 12
Architektur im Film: Infinite Space: The Architecture of John Lautner | Avé | Bombay Diaries | Buchvernissage: Schweizer Filmregisseure in Nahaufnahme | Bullhead | Bürgerschreck! Soziale Arbeit im Spiegel von Film und Fernsehen | Das Geheimnis der Heie | Die Wiesenberger | Kinderfilm: Die Kinder von Bullerbü | Kurt Gerron: Der blaue Engel | Kurt Gerron: Der Führer schenkt den Juden eine Stadt & Aufschub | Kurt Gerron: Der weisse Dämon | Kurt Gerron: Die Drei von der Tankstelle | Kurt Gerron: Kurt Gerrons Karussell | La source des femmes | Philosophie im Kino: In a Better World | Terence Davies: Distant Voices, Still Lives | Terence Davies: The Deep Blue Sea | Terence Davies: The House of Mirth | Terence Davies: The Long Day Closes | Terence Davies: The Neon Bible | The Substance: Albert Hofmann's LSD

Kinok, Cinema in der Lokremise